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KITA in Radibor nimmt Gestalt an
Samstag, 17. Dezember 2011 (Sächsische Zeitung) RADIBOR Neues Kinderhaus in Radibor wächst Von Kerstin Fiedler Die Hülle des Gebäudes ist dicht. Jetzt kann innen weiter gearbeitet werden. Bis März sollen die Bauarbeiten beendet sein. Bildergalerie In fast allen Räumen des Neubaus des sorbisch-katholischen Kinderhauses in Radibor wird gearbeitet. Während im Obergeschoss die Fußbodenheizung installiert wird, werden in den drei geplanten Gruppenräumen noch die Elektroleitungen gezogen. Auch die Fensterbauer sind am Wirken. Architekt Ludger Kilian ist zufrieden. ?Auch wenn wir gegenüber der ursprünglichen Planung im Rückstand sind, geht es jetzt gut voran?, sagt er. Ein Rückblick: Im Juli 2009 gab es in dem alten Gebäude des Kinderhauses am Dorfplatz einen Wasserschaden. Die folgende Untersuchung ergab, dass die Sanierung des Hauses teurer würde als ein Neubau. Im Oktober vorigen Jahres begann dann der Abriss des alten Hauses, das schon als Pfarrhaus Kinder beherbergt hatte. Bis auf den Keller verschwand das Haus, doch gerade der Keller war die Ursache für den Zeitverzug, der das große Ziel ? die Einweihung zum 100-jährigen Bestehen des Kindergartens im November dieses Jahres ? zum Scheitern brachte. ?Die Kellerdecke war doch nicht so tragfähig, wie es bei ersten Untersuchungen schien?, sagt Ludger Kilian. Zudem stimmte das Vorgefundene nicht mit den alten Plänen überein. Deshalb musste neu geplant werden, und der Aufbau des neuen Hauses verzögerte sich. Der Rohbau ist fast fertig Doch jetzt ist der Rohbau so gut wie fertig. Zufrieden geht der Architekt durch die Räume, lobt das eingesetzte Material, das zum einen sehr gesund für die Kinder ist und das Haus zum anderen zum Passivhaus macht ? also sehr sparsam im Energieverbrauch. Es gibt nur Ziegelwände, kaum Beton. Die Fenster sind aus Holz. Im Erdgeschoss befinden sich die drei Gruppenräume, die eine Besonderheit aufweisen. Sie bekommen alle eine Galerie. Doch noch sind die Räume sehr hoch. ?Das täuscht?, sagt Kilian. Wenn die Zwischendecken und Treppen eingebaut sind, wirkt das ganz anders. Zudem sieht das Konzept vor, verschieden große Lampen in unterschiedlichen Höhen anzubringen. Denn von den Maßen sind die Räume ganz normal. ?Von der Größe entsprechen sie außerdem den Anforderungen, die an einen Kita-Neubau gestellt werden?, sagt Ludger Kilian. Auffällig ist bereits jetzt, dass durch die große Fensterfront zum Garten die Räume sehr hell sind. ?Das ist Südseite, und jede Gruppe hat ihren Ausgang zum Gartenbereich?, sagt Kilian. Für ihn ist die Sichtachse beachtlich. Der Blick geht zum einen in Richtung des anderen Kita-Hauses und außerdem zur Kirche. Auffällig am neuen Haus ist an der Vorderseite der Gang mit den niedrigen Fenstern. Hier werden die Kinder ihre Bänke zum Hinsetzen haben, wenn sie die Schuhe ausziehen. Die Fensterbank wird dieser Sitzbank angepasst, so dass insgesamt eine breite Sitzfläche entsteht. ?Die Fensterbank wird beheizt, das heißt, ein Heizungsrohr wird mit eingebaut?, erklärt Ludger Kilian. So entfallen große Heizkörper, und die Kinder können die Fensternischen zum Ausruhen oder Rausschauen nutzen. Außerdem im Erdgeschoss entstehen eine behindertengerechte Toilette, ein Wäsche- und ein Abstellraum sowie zum Garten zu die Ausgabeküche. Der Essenanbieter kann mit seinem Fahrzeug durch ein Tor am Haus entlang fahren und die Lieferung an der äußeren Küchentür abgeben. Akustikdecke hemmt Schall Das Treppenhaus vor diesen Räumen gibt den Blick bis zur Decke frei. Hintergrund ist, dass das Passivhaus eine Lüftung braucht, die aber zu groß für den Keller war. Nun wird sie auf den Boden gebaut, der aber nicht ganz dicht gemacht wird. Das restliche, sichtbare Dach hat innen eine Holzakustikdecke erhalten, die den Schall dämmt. ?Die Bauarbeiter sagen, dass dies schon jetzt zu spüren ist, weil der Baulärm nicht so widerhallt?, sagt Ludger Kilian. Eine solche Decke befindet sich auch im Obergeschoss im großen Gemeinschaftsraum, in dem gerade die Fußbodenheizung verlegt wird. Wenn alles gut läuft, soll das Haus im März fertig sein, hofft der Architekt.
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